Verständnis von Vermittlung
Bisher haben wir den Begriff Vermittlung in einem intuitiven Verständnis gebraucht. Sutterlütti und Meretz führen folgende Definition an:
Eine Gesellschaft besteht aus Menschen, die durch interpersonale oder transpersonale Beziehungen verbunden sind. Die Art wie sie miteinander in Beziehung stehen, fasst der Begriff Vermittlung. So können etwa Zwang und Gewalt Beziehungen herstellen oder aber Vertrag und Tausch auf einem Markt. Die Form einer Gesellschaft ist durch die Art ihrer Vermittlung bestimmt. (KA 25)
Dieser übermäßig weit gefassten Vorstellung von Vermittlung, die ja faktisch auf jegliche Qualität einer Verbindung abstellen kann, soll hier nicht gefolgt werden; darin fehlt offensichtlich das definierende Moment, dass Vermittlung von außen, also durch Dritte (Vermittlungspersonen außerhalb der vermittelten Verbindung) erfolgt.
Daher wollen wir unter Vermittlung von nun an die Herstellung (Re*produktion) von Verbundenheit durch Dritte verstehen, wobei in der konkreten Vermittlungshandlung die Dritten keine Menschen sein müssen, sondern es sich auch um für die vorsorgende Vermittlung hergestellte Dinge wie Medien oder Software handeln kann. Wir können dann die Menschen, die diese Dinge hergestellt haben, hilfsweise als Vermittelnde ansehen, wobei es in diesem Fall aber einen ganz wesentlichen Unterschied macht, ob die Vermittelnden dann auch ein persönliches Interesse an der konkreten Vermittlung haben. In letzterem Fall ist es angemessen, von einer Vermittlung durch einen Menschen zu sprechen, auch wenn der Mensch an der Vermittlungshandlung selbst nicht beteiligt ist.
Da wir zwischen Verbundenheit i.e.S. und Verbundenheit i.w.S. unterschieden haben, wobei sie im engen Sinne auf die Verbindungsbedürfnisse bzw. den inklusionslogischen Kern beschränkt ist und im weiteren Sinne ihre (materiellen und sozialen) Hintergrundbedingungen mit einschließt, erhalten wir entsprechend auch ein Verständnis von Vermittlung im engen und weiten Sinn, eben davon abhängig, auf welches Verständnis von hergestellter Verbundenheit wir uns beziehen.
Dies impliziert auch, dass Vermittlung eines inklusionslogischen Kern haben muss, also zumindest an irgendeiner Stelle Inklu herstellen muss. Wenn dies nicht erfolgt, muss der Versuch der Vermittlung als gescheitert angesehen werden; es hat dann also keine Vermittlung stattgefunden. Sprechen wir davon, dass unsere* Verbindung exklusionslogisch vermittelt ist, so muss damit also die Vermittlung i.w.S. gemeint sein, also dass neben einem inklusionslogischen Kern auch jede Menge Exklusionslinien vermittelt werden. Was wir ebenfalls nicht in Betracht ziehen, ist die rein organisatorische Vermittlung, also eine Art von Vermittlung, die überhaupt nicht auf die Herstellung von Verbundenheit abzielt. Diese entspricht zwar auch (als Grenzfall) einem möglichen Verständnis von Vermittlung, soll aber für unsere Zwecke hier nicht betrachtet werden.
Da wir Vermittlung als Herstellung von Verbundenheit durch Dritte definiert haben, bezieht der inklusions- oder exklusionslogische Charakter der Vermittlung sich also auf eine Verbindung, an der die Vermittlungsperson – falls es sich denn um einen Menschen handelt – selbst nicht beteiligt ist. Bei der Diskussion von Vereinigungen werden wir aber entsprechende Begriffe einführen, die auch auf die Verbindung zu der Vermittlungsperson abstellen.
Die Universalität von Vermittlung
Keine Verbindung existiert, ohne dass sie vermittelt wird. Gleichzeitig findet die Vermittlung selbst wiederum in anderen Verbindungen statt, und die Verbindung kann nur stabil, vertrauensvoll und erfüllend sein, wenn die Verbindungen, die in ihr vermittelt werden, es ebenso sind (anderenfalls würden sich die Probleme der vermittelten Verbindungen auf die vermittelnde Verbindung durchschlagen). Eine Änderung der Verbindungsweise ist daher gleichbedeutend mit einer Änderung der Vermittlungsweise.
Vermittlung ist nicht auf (dazu) bestimmte Personen oder auf bestimmte Situationen (Fälle) beschränkt; vielmehr findet in jeder Verbindung der überwiegende Teil der Kommunikation nicht direkt, sondern vermittelt statt. Unsere gesamte gesellschaftliche Existenz ist vermittelt, unsere gesamte Sozialisation ist Vermittlung. Die vermittelnden Instanzen der Gesellschaft sorgen bereits in einem beträchtlichen Ausmaß dafür, dass unsere Dispositionen (in gewisser Weise) zueinander passen. Allerdings:
- Sie orientieren sich dabei nicht an Inklusionslinien, sondern treiben uns bisweilen absichtlich in die Konkurrenz hinein, und:
- Die Vermittlung läuft nicht persönlich, nimmt also nicht auf unsere tatsächlich bestehenden Dispositionen Bezug, sondern legt einfach allen Menschen von grundauf fremdbestimmte Dispositionen auf.
Ein wesentlicher Teil der Vermittlung läuft über die Institutionen der Wipro (z.B. Erziehung, Bildungssystem, Medien) ab, die die Verbindungen der Menschen regeln, indem sie ihnen vorschreiben, wie sie sich in ihren jeweiligen Rollen zu verhalten haben.
Da wir Vermittlung i.e.S. als Herstellen von Inklu, als Zueinander-passend-Machen von Dispositionen verstehen, gibt es nun grundsätzlich zwei Pole der Vermittlung, nämlich einmal, von den bereits vorhandenen Dispositionen auszugehen und diese durch möglichst geringfügige Modifikationen einander anzupassen, oder diese zu ignorieren und den Vermittelten von Grund auf neue Dispositionen aufzuerlegen. Von den bestehenden Dispositionen auszugehen, würde wohl eher dem Alltagsverständnis von Vermittlung entsprechen. Dem hier verwendeten Verständnis als jedem Akt, durch den von außen Verbindungen hergestellt und Dispositionen in Einklang gebracht werden, entspricht aber beides, es schließt also z.B. auch Machtstrukturen mit ein. Die Freiheit der Menschen hängt wesentlich davon ab, wieweit ihre bestehenden Dispositionen bei der Vermittlung berücksichtigt werden.

Es ist aber daher wesentliches Qualitätsmerkmal der Vermittlung, wie persönlich sie erfolgt, inwiefern also die Vermittelnden tatsächlich mit den Vermittelten kommunizieren, deren Dispositionen kennen und diese berücksichtigen, anstatt nur aufgrund allgemeiner Annahmen zu vermitteln, sodass der Vermittlungserfolg mehr oder weniger zufällig eintreten muss.
Vermittlung als Transpersonalität
Soweit eine Verbindung vermittelt ist, wird sie auch transpersonal genannt, und interpersonal, soweit dies nicht der Fall ist, soweit sie also durch direkte Kommunikation zwischen den Beteiligten selbst geschaffen ist. Eine Verbindung heißt interpersonal, wenn sie einen interpersonalen Anteil hat, und sonst transpersonal. Transpersonalität ist eine andere, statische Sichtweise auf das dynamische Phänomen der Vermittlung.
Da wir erkannt haben, dass jede Verbindung im wesentlichen vermittelt ist, gilt also auch: Selbst bei interpersonalen Verbindungen ist das Interpersonale nur die Spitze des Eisbergs der Verbindung. Der weitaus überwiegende Teil jeder Verbindung ist transpersonal, also vermittelt; denn keine Verbindung könnte existieren ohne eine Hintergrundkultur, von der wir* lernen, wie die Verbindung funktioniert, und ohne die konkreten Personen aus dem Umfeld der Verbundenen, durch die diese Verbindung zustande kommt, durch die Erwartungen geweckt werden, Informationen über die anderen verteilt werden, ein gemeinsames soziales Umfeld geschaffen wird, vermittelt wird.

Unsere* gesamte Sozialisation ist ja letztlich Vorbereitung zur Verbindung und somit Teil ihrer transpersonalen Vermittlung. Selbst Menschen, die nur einzelne Personen oder gar niemanden aus der Verbindung kennen, vermitteln in ihr, indem sie den einzelnen Beteiligten dieselbe Kultur vermitteln, und sie können u.U. auch im konkreten Einzelfall selbst ohne Kenntnis der anderen Personen vermitteln, da sie die allgemeine Kultur kennen und anzunehmen ist, dass die Verbundenen diese ebenfalls weitgehend kennen werden.
Wenn ich sage jede Verbindung ist im wesentlichen Transpersonal, dann meine ich damit, dass die interpersonale Kommunikation – wenn sie denn überhaupt stattfindet – durch die transpersonale Vermittlung bedingt ist. Durch transpersonale Vermittlung wird also die Definition der Situation geschaffen, wird über die Freiheit des Subjekt bestimmt, werden wesentliche Entscheidungen für das Subjekt gesellschaftlich vorsorgend getroffen. Was sich innerhalb der interpersonalen Verbindung abspielt ist vergleichsweise unbedeutend dazu, wie diese Verbindung transpersonal, also gesellschaftlich geschaffen wird.
Auch Care-Verbindungen sind, wenngleich das interpersonale Moment sie auszeichnet, trotzdem ebenfalls in erster Linie transpersonal im Sinne von transpersonal determiniert, da Sorgetragende ja selbst nur in dem Rahmen handeln können, der ihnen von der Gemeinschaft, die sie selbst sozialisiert hat, ermöglicht wurde.
In manchen Ansätzen beispielsweise aus dem Umfeld solidarischer Ökonomie, Degrowth und alternativen Lebensformen wird die Entfremdung von der Gesellschaft erkannt. Allerdings wird diese Entfremdung als bloß interpersonale Erscheinung erfasst: Wir fühlten uns mit anderen Menschen nicht verbunden, und ohne Verbundenheit könnten wir keine gesellschaftliche Veränderung erreichen. Also müssten wir uns zunächst mit anderen verbinden. – Diese Überlegung ist nicht falsch, nur greift sie zu kurz. Sie übersieht, dass wir bereits mit allen Menschen verbunden sind – und zwar transpersonal. Wir sind also nicht zuerst unverbundene Einzelne, die »nach draußen« gehen müssen, um sich zu verbinden – die Verbindung ist schon da. Wir erleben sie nur nicht. Wir müssen Verbundenheit nicht erst interpersonal herstellen, sondern uns fragen, warum die bestehende transpersonale Verbundenheit als Trennung, Fremdheit oder Anonymität erfahren wird. Eine bloß interpersonale Kritik an Entfremdung richtet sich nicht gegen die kapitalistische Form der Verbindung, die sich nur als Trennung zeigen kann …, sondern versucht eben diese erlebte Trennung interpersonal zu reparieren. Damit scheinen aber Fremdheit oder Anonymität Gesellschaften generell immanent zu sein. (KA 105f)
Transpersonalität muss also von Anfang an im Zentrum der Transformation unserer* Vermittlungsweise stehen. Es kommt darauf an, Transpersonalisierung … vor der gesellschaftlichen Verallgemeinerung zu denken (Klick 2020).
Von daher macht es auch überhaupt keinen Sinn, alternative Sozialstrukturen erst im Interpersonalen zu entwickeln und dann auf die transpersonale Ebene anzuheben; vielmehr erfordert es die Gestaltung interpersonaler Verbindungen bereits, dass wir unsere gesamte Gestaltungsmacht auf transpersonaler Ebene einsetzen; sie erfordert, das Vermitteln zu lernen und effektive Vermittlungsstrukturen aufzubauen. Und nichts anderes als Vermittlung ist ja Transpersonalität, auch im großen Stil.
Wenn die Transpersonalisierung hingegen erst im Dominanzwechsel vollzogen wird, ist die Revolution zum Scheitern verurteilt. Außerdem können sich erfüllte interpersonale Verbindungen überhaupt erst entwickeln, wenn sie durch fruchtbare transpersonale Verbindungen unterstützt werden, da nur durch diese der Zugang zur Kultur und zum gesellschaftlichen Wissen ermöglicht wird, und deren Qualität daher wesentlich von der transpersonalen Nähe zum Subjekt, d.h. von der Qualität der transpersonalen Verbindungen abhängt.
Die Vorstellung, auch intensive, erfüllende transpersonale Verbindungen haben zu können, mag auf den ersten Blick zutiefst befremdlich erscheinen, ist doch das Exklu-System vollkommen von dem Prinzip durchzogen, dass alles außerhalb der interpersonalen Sphäre ausschließlich durch Exklusionslogik bestimmt wird. Verbindungen im transpersonalen Raum können daher unmöglich einen Ankerpunkt in unserem Leben darstellen; Verbundenheit und ein erfülltes Sozialleben assoziieren wir ausschließlich mit interpersonalen Verbindungen.
Doch wieweit ist diese Wahrnehmung gesellschaftlich konstruiert, also verzerrt? Wenn wir die Vorstellung zulassen, dass Inklu transpersonal vermittelbar wird, so öffnet dies die Tür zu einer völlig neuen Art von Verbindung, in der wir, durch unsere (inter- und transpersonalen) Mitmenschen vermittelt die Bedürfnisse einer lediglich transpersonal verbundenen Person kennen und wissen wie wir diese in unserem* eigenen Handeln mit einbeziehen können, und deren Erfahrungen, die für uns wertvoll sind, durch andere Mitmenschen vermittelt zu bekommen.
Ein Satz wie Liebe ist transpersonal mag provozieren, hat aber einen (entscheidenden) wahren Kern, denn das Wesentliche der Verbindung ist transpersonal, und es ist das Transpersonale, was sich im Wesentlichen gestalten lässt.
Im Kapitalismus stellen die interpersonalen Verbindungen Pflänzchen in einem reißenden Strom dar, die verzweifelt versuchen, dem tödlichen Sturm des Transpersonalen standzuhalten. Wir können uns aber das Transpersonale auch als einen großen Baum vorstellen, der den Lebensraum für die vielen kleinen Lebensformen des Interpersonalen bereitstellt.

Dies wird insbesondere dann plausibel, wenn wir uns vergegenwärtigen, dass die Menschenheit seit Anbeginn der Zivilisation ein herausragendes Talent beweist, solch seelische Verbundenheit im Transpersonalen zu konstruieren und das Leben daran auszurichten. Sie nutzt dies aber an falscher Stelle, nämlich für Verbundenheit zu Göttern anstelle von Menschen. Für viele Menschen im Laufe der Geschichte war die Religion der entscheidende Bestimmungsfaktor des Lebens. Es erscheint nicht allzu spekulativ, durch geschickte Vermittlungsarbeit diese überaus mächtige menschliche Triebkraft anstatt auf ein imaginäres Äußeres auf (geeignete) Mitmenschen auszurichten und so das (transpersonale) Verbindungsgeflecht zur primären Triebfeder unserer Aktivitäten zu machen.
Die Vermittlung der Inklu-Gesellschaft
Der Commonismus ist kein harmonisches Paradies. Es ist die Vermittlung der Menschheit mit sich selbst. (KA 189)
Wie aber sollte Vermittlung geschehen? Wir haben bei der Diskussion der Kommunikation den Wert intelligenter, grundsätzlich menschlicher Vermittlung erkannt. Wir haben mit der transitiven Inklu-Vermittlung auch eine grundlegende Konzeption entwickelt, wie sich diese anspruchsvolle Form der Vermittlung zielgerichtet einsetzen und skalieren lässt.
Die Organisation durch direkte Vermittlung der Kommunikation lässt sich als fortschrittlichste und intelligenteste Art ansehen, die Gesellschaft zu organisieren. Alle anderen Institutionen und organisatorischen Instrumente sind am Ende unvollkommene Realisierungen von Konzepten der Vermittlung, so auch die stigmergischen Vermittlung, die in KA Kap. 6.3.3 beschrieben wird.
Das Nutzen stigmergischer Netzwerke entlastet natürlich davon, als Individuum selbst in allen Lebensbereichen von der lokalen Ebene bis zur globalen hin mitmischen zu müssen. Allerdings bedeutet dies auch, dass ich einen großen Teil an Entscheidungen nicht mit treffen werde. Dies ist wahrscheinlich unaufhebbar, wenn ich von einem Systemcharakter des jeweiligen übergreifenden Netzwerkes ausgehe (Emergenz). Problematisch wird es, wenn auf diese Weise zwar für die
verallgemeinerten Anderenmit gearbeitet wird aber die Gestaltung des Stigmergie-Netzes als des Zusammenhanges, der alles umgreift und damit bestimmt, den Menschen entzogen ist. (Schlemm 2018)
Stigmergie bzw. Schwarmintelligenz ist als Konzept zu kurz gegriffen, denn Naturalisierung menschlicher Interaktionen [ist] mystifitzierende Ideologisierung [und daher] Flucht aus der Verantwortung gegenüber der Herausforderung, ein globales Miteinander auf Basis eines am Ende weltgemeinschaftlichen Nachhaltigkeitsmanagements zu erarbeiten (Bärmann 2013).
Die Gestaltung der vermittelnden Kommunikation bzw. der kommunikativen Vermittlung ist ein entscheidender Faktor jeder freien Gesellschaft, allein schon, damit auch die Bedürfnisse derer wahrgenommen und verstanden werden, die kognitiv oder kommunikativ beeinträchtigt sind oder … – und das ist viel wahrscheinlicher – [die] man … einfach noch nie gefragt hat (Lutosch 2021). Denn ohne intelligente Entscheidungsfindungsprozesse wird eine Gemeinschaft sonst der Tyrannei der Strukturlosigkeit (Freeman 1970) verfallen, d.h. es werden informelle Strukturen beförder[t], [die] Machtverhältnisse nicht etwa verhindern, sondern verschleiern und dadurch wiederum verstärken (Lutosch 2021).
Anders als in KA stellen hier also nicht Freiwilligkeit und kollektive Verfügung (KA Kap. 6.1.2) die richtungsweisenden Formen der Vermittlung in der freien Gesellschaft dar, sondern (systematisch organisierte) Kommunikation und Wissen. Das liegt zum einen sicherlich daran, dass hier ein sehr viel intuitiveres Verständnis von Vermittlung verwendet wird, hat aber andererseits auch praktische Gründe: Die Konzepte aus KA zielen sehr stark auf Freiheit und weniger auf Koordination ab, und führen daher unweigerlich zu der Frage: Wenn alle beitragen können, wozu sie wollen, und alle über alles verfügen können, wer garantiert dann, dass die Dinge, die gebraucht werden, auch produziert werden, und dass sie nicht vorher schon jemand anders weggenommen hat? Daher wird hier die Idee einer intelligenteren, bewussteren, formbareren Vermittlung vertreten. Sie ist nicht auf die Hoffnung angewiesen, aus den Umständen werde sich das Weitere schon ergeben. Der Aspekt des expliziten Wissens über die Bedürfnisse bzw. der Möglichkeit des gefahrlosen Wissen-Lassens, das über bloße Stigmergie hinausgeht und konkretes emotionales Verständnis erzeugt, ist zentraler Bestandteil unserer Inklu-Theorie.
Literatur
KA: Sutterlütti, S.; Meretz, S. (2018). Kapitalismus aufheben: Eine Einladung, über Utopie und Transformation neu nachzudenken. VSA, Hamburg. Verfügbar über commonism.us.
Bärmann, B. (2013). Ein Universelles Stigmergisches Allokationsystem.
Beitrag auf keimform.de.
Freeman, J. (1972). The tyranny of structurelessness. Berkeley journal of sociology, 151-164.
Online auf jofreeman.com.
Klick, J. (2020): Diskussionsstand der Buchprojektgruppe zur commonistischen Transformation.
Beitrag auf keimform.de.
Lutosch, H. (2021): „Wenn das Baby schreit, dann möchte man doch hingehen“ – Ein feministischer Blick auf Arbeit, Freiwilligkeit und Bedürfnis in aktuellen linken Utopieentwürfen. Kantine-Festival Chemnitz, August. Manuscript.
Online auf commonaut.de.
Schlemm, A. (2018): Eingebettete Allgemeinheit. In: Über Utopie und Transformation neu nachdenken (Kritik an KA).
Online auf philosophenstuebchen.wordpress.com.

Hinterlasse einen Kommentar